Segelyacht Charter Mallorca: Hafenguide

Segelyacht Charter Mallorca: Der komplette Hafenguide für Segler

Mallorca hat über 40 Yachthäfen. Das ist mehr als jede andere Balearen-Insel — und mehr als viele Segler erwarten, wenn sie zum ersten Mal ein Segelboot auf Mallorca mieten. Von der eleganten Metropolmarina in Palma bis zum stillen Fischerhafen im Nordosten, von den mondänen Stegen in Puerto Portals bis zum natürlichen Schutzhafen von Port de Sóller unter den Tramuntana-Gipfeln: Mallorca bietet für jeden Törncharakter den passenden Hafen.

Dieser Hafenguide führt Sie entgegen dem Uhrzeigersinn rund um die Insel — der empfohlenen Richtung für die Mallorca-Umrundung bei vorherrschendem Nordwind. Sie erhalten für jeden relevanten Hafen eine ehrliche Charakterbeschreibung, Liegeplatzinformationen, Infrastrukturhinweise und Tipps, die über die offiziellen Hafenhandbücher hinausgehen. Ergänzt wird der Guide durch die schönsten Ankerbuchten an jeder Küstenregion — denn Mallorca hat neben seinen 40 Marinas auch rund 150 Ankerbuchten, von denen viele deutlich reizvoller sind als jeder Hafensteg.

Inhaltsverzeichnis

Mallorca ist kein einfaches Revier — und genau das macht es interessant. Wegen des häufigen Nordwindes wird immer empfohlen, die Insel gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. An der gesamten Nordwestseite bietet lediglich der Hafen von Sóller sicheren Schutz vor schlechtem Wetter. Mit Wind aus nördlichen Richtungen sind die langen Etappen zwischen Pollença und Port Andratx dann leichter zu bewältigen. Dieser Hafenguide folgt dieser Route — und bringt Sie sicher und informiert durch alle relevanten Anlaufstellen.

Mit der Segelyacht rund Mallorca: Warum der Hafenreichtum der Insel ein Vorteil ist {#vorteil}

Eine Inselumrundung von Mallorca ist mindestens 160 Seemeilen lang. Wer noch ein paar Abstecher in die großen Buchten von Palma, Pollença und Alcúdia macht, landet schnell auch bei 200 Seemeilen. Dabei ist entlang der ganzen Inselrunde der nächste Ankerstopp oder Hafen nur selten mehr als ein paar Seemeilen entfernt.

Das ist der entscheidende Vorteil Mallorcas gegenüber anderen Mittelmeerrevieren. Die Dichte der Häfen bedeutet: Es gibt fast immer einen sicheren Platz zum Anlegen, wenn das Wetter dreht, die Crew müde ist oder die Pläne sich ändern. Wer ein Segelboot auf Mallorca mietet, fährt in einem Revier, das Fehler verzeiht und Flexibilität belohnt.

Die Kehrseite: Im Sommer sind die Häfen häufig vollbelegt. Wer in der Hauptsaison ohne Vorab-Reservierung anlaufen will, riskiert lange Suche nach einem freien Steg — oder eine Nacht auf dem Ankerplatz vor dem Hafen. Beide Optionen sind auf Mallorca meist problemlos möglich, sollten aber eingeplant werden.

Liegeplätze für kommunale Häfen und Club Náuticos lassen sich über das Portal portsib.es reservieren. Club Náuticos sowie Häfen in privater Hand erlauben zudem oft auch eine Reservierung über ihre eigenen Homepages. Frühzeitige Buchung — mindestens zwei bis vier Wochen vor Ankunft in der Hauptsaison — ist dringend empfohlen.

Palma de Mallorca: Die Metropolmarina als Startpunkt {#palma}

Palma ist der wichtigste Charterhafen der Balearen — und weit mehr als nur ein Ausgangspunkt. Die Hauptstadt Mallorcas ist eine der schönsten Hafenstädte des westlichen Mittelmeers, mit einer Kathedrale, die direkt über dem Wasser thront, einem lebendigen Altstadtviertel und einer Strandpromenade, die sich kilometerlang entlangzieht.

Mit über 2.000 Liegeplätzen für Segel- und Motoryachten ist der Port de Palma der größte Yachthafen Mallorcas. Mehrere Yachtclubs haben sich im Hafen der Inselhauptstadt angesiedelt, darunter der Real Club Náutico de Palma de Mallorca und die Marina Port de Mallorca. Boote mit einer Länge von bis zu 50 m können in den exklusiven Anlagen vor Anker gehen.

Für Charter-Crews ist Palma der ideale erste und letzte Hafentag. Die Versorgung ist exzellent: Supermärkte, Bootszubehör, Dieselversorgung, Restaurants jeder Kategorie. Tankstellen befinden sich im Club de Mar und im Real Club Náutico de Palma. An den Stegen gibt es Wasser und Strom.

Wer in Palma ankert statt am Steg liegt, findet in der Bucht östlich der Altstadt guten Ankergrund auf Sand, mit Dinghy-Landgang über den Strand von Portixol. Das ist deutlich günstiger als ein Marinasteg — und in der ruhigeren Bucht oft angenehmer als mitten im Hafentrubel.

Für einen Abendspaziergang empfiehlt sich der Passeig des Born, das Lottja-Viertel mit seinen Tapas-Bars und die Terrassen rund um den Hafen. Wer früh aufbricht und die Kathedrale La Seu im Morgenlicht sieht, versteht, warum Palma regelmäßig unter den schönsten Städten Europas gelistet wird.

Hafentipp für Ihren Yachtcharter auf Mallorca: Puerto Portals und Port Adriano — Glamour und Stil {#portals}

Zwischen Palma und Port d’Andratx liegen zwei der exklusivsten Yachthäfen des Mittelmeers. Für Charter-Crews ohne Megayacht-Budget sind sie eher Durchgangsstationen als Übernachtungsoptionen — aber einen Zwischenstopp und einen Kaffee an der Strandpromenade wert.

Puerto Portals an der Südwestküste Mallorcas, nur wenige Kilometer von Palma entfernt, zählt zu den exklusivsten Yachthäfen des Mittelmeers. Mit rund 650 Liegeplätzen für Yachten bis 60 m Länge bietet er eine elegante Atmosphäre mit erstklassigen Restaurants und stilvollen Boutiquen. Spaniens König Juan Carlos war hier jahrelanger Stammgast. Liegegebühren im Hochsommer für eine 40-Fuß-Yacht: 200 bis 350 Euro pro Nacht.

Port Adriano, entworfen vom französischen Stardesigner Philippe Starck, ist noch exklusiver und noch teurer. Für Charter-Crews ist er ein faszinierendes Architekturerlebnis — aber kein wirtschaftlicher Übernachtungsort.

Der praktische Tipp: Puerto Portals hat eine gut zugängliche Tankstelle und ist deutlich weniger frequentiert als die Tankstelle direkt in Palma. Wer auf dem Weg nach Westen noch tanken muss, legt hier kurz an.

Ein Segelboot mieten auf Mallorca: Port d’Andratx — der schönste Naturhafen {#andratx}

Port d’Andratx ist für viele erfahrene Segler der schönste Hafen Mallorcas. Das Dorf liegt in einer tief eingeschnittenen Bucht, umgeben von bewaldeten Hügeln und pastellfarbenen Fischerhäusern. Rund um den Naturhafen von Andratx drängen sich pastellfarbene Fischerhäuser dicht an dicht, in denen sich Restaurants und Läden eingenistet haben.

Die Marina besteht aus dem Puerto de Andratx und dem Club de Vela Puerto de Andratx und bietet insgesamt ungefähr 640 Liegeplätze. Die Wassertiefe der Hafeneinfahrt beträgt ca. 2,5 Meter. An den Stegen gibt es Wasser und Strom, eine Tankstelle ist vorhanden.

Port d’Andratx ist der ideale erste Übernachtungshafen für eine Mallorca-Umrundung. Die Etappe von Palma ist kurz (rund 20 Seemeilen), das Ankommen entspannt, der Abend am Hafenrestaurant wunderbar. Das Dorf ist weniger touristisch als Palma, die Atmosphäre ruhiger und mallorquinischer.

Ein praktischer Hinweis: In der Hochsaison sind die Liegeplätze auch hier früh vergeben. Wer sicher ankommen möchte, reserviert vor. Alternativ gibt es vor dem Hafen einen gut haltenden Ankerplatz — bei Nordwind etwas exponiert, bei ruhigem Wetter aber problemlos.

Ankerbuchten an Mallorcas Südwestküste: Cala Portals Vells und Cala Figuera {#sued-buchten}

Zwischen Palma und Port d’Andratx liegen mehrere Ankerbuchten, die einen Zwischenstopp lohnen. Wer früh ablegt, kann auf dem Weg nach Andratx noch schwimmen gehen.

Cala Portals Vells ist die bekannteste Bucht dieser Küstenregion. Die weitläufige Dreifinger-Bucht hat Sandstrand, gut haltenden Grund und Restaurants direkt am Wasser. Der Ankergrund ist Sand mit Seegrasfeldern — Anker auf den freien Sandflächen setzen, niemals über Posidonia.

Cala Figuera (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort an der Ostküste) liegt nordwestlich von Portals Vells zwischen hohen Felsen. Die Einfahrt ist eng, das Innere ruhig und windgeschützt. Ankergrund Sand und Seegras in 8 bis 12 Metern Tiefe. Tagsüber weniger belebt als Portals Vells — für eine ruhige Mittagspause ideal.

Sa Dragonera ist die kleine Insel westlich von Andratx. Sie ist Naturschutzgebiet. Ankern in der Nähe ist möglich, das Betreten der Insel nur tagsüber gestattet. Die Vorbeifahrt aus dem Kanal zwischen Sa Dragonera und Mallorca gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen der Südwestroute.

Segelbootcharter Mallorca: die Südküste Mallorcas und der Nationalpark Cabrera {#sued}

Die Südküste Mallorcas ist ruhiger und weniger dramatisch als die Nordwestküste. Lange Sandstrände, flache Buchten, ein paar größere Touristenzentren — und dann, 30 Seemeilen südlich von Mallorca, der Nationalpark Cabrera.

Cabrera ist der einzige reine Nationalpark des Balearenarchipels. Die Insel ist unbewohnt, der Naturschutz streng. Cabrera bietet einen Naturhafen mit 50 Bojen. Die Bojenplätze sind kostenpflichtig und sollten bereits vorab reserviert werden. Beachten Sie, dass das Ankern sowie das Fischen und das Mitnehmen von Haustieren an Land verboten sind. Zum Tauchen benötigen Sie eine Genehmigung von ca. 5 Euro pro Person.

Die Genehmigung für den Besuch ist online beim Parque Nacional del Archipiélago de Cabrera zu beantragen — frühzeitig, da die tägliche Besucherzahl begrenzt ist. Wer die Genehmigung hat und bei Nacht am Bojenfeld in Cabreras Naturhafen liegt, erlebt den klarsten Sternenhimmel des gesamten Balearenreviers.

An der Südküste selbst sind für Charter-Segler besonders interessant:

  • Cala Pi — enger Einschnitt mit Wachturm, romantisch und schwer zugänglich. Der Ankerplatz ist begrenzt, aber lohnend.
  • Es Trenc — der schönste Sandstrand der Insel, kaum bebaut, mit Ankermöglichkeit vor dem Strand. Bei Südwind unruhig.
  • Sa Rápita / Marina Sa Rápita — kleiner, ruhiger Hafen westlich von Es Trenc, ideal für Übernachtungen ohne Stresslevel.

Cala d’Or, Portocolom und Porto Cristo — die Ostküste Mallorcas für Segler {#ostkueste}

Die Ostküste Mallorcas ist das unterschätzte Segment der Inselumrundung. Keine dramatischen Steilküsten, keine Weltbekanntheit — aber einige der schönsten kleinen Häfen und natürlichsten Buchten der Insel.

Cala d’Or ist touristisch, gut ausgestattet und verfügt über eine der größten Marinas der Ostküste. Für Charter-Crews ein komfortabler Stopp mit Versorgung.

Portocolom ist der Geheimtipp der Ostküste. Das ehemalige Fischerdorf hat seinen Charakter behalten — bunte Boote vor pastellfarbenen Häusern, Restaurants am Wasser, kaum Massentourismus. Die Marina Porto Cristo bietet ca. 660 Liegeplätze, die Wassertiefe der Hafeneinfahrt beträgt ungefähr 5 Meter. Es gibt Wasser und Strom an den Stegen, eine Tankstelle ist vorhanden.

Porto Cristo ist bekannter als Portocolom, hat eine vergleichbare Marinainfrastruktur und liegt in der Nähe der weltberühmten Tropfsteinhöhlen Coves del Drac — ein lohnenswerter Landausflug für einen halben Tag.

Cala Ratjada an der Nordostspitze der Insel ist ein lebendiger Ort mit guter Marina. Von hier sind es nur wenige Seemeilen zum Kap Capdepera — dem nordöstlichsten Punkt Mallorcas und einer wichtigen Kurswechselmarke für die Route Richtung Norden.

Mit einer Segelyacht entlang Mallorcas Nordostküste: Cala Ratjada bis Alcúdia {#nordost}

Von Cala Ratjada nach Alcúdia erstreckt sich eine Küste, die von weiten Buchten und flachen Sandstränden geprägt ist. Das ist Urlaubsmallorca in konzentrierter Form — voll im Sommer, entspannter in der Vor- und Nachsaison.

Colònia de Sant Pere in der Bucht von Alcúdia ist die ruhige Alternative zum großen Hafen. In dem ruhigen Ort Colònia de Sant Pere im Westen der Bucht von Alcúdia liegt dieser sehr schöne Hafen. Am Hafen befinden sich einige Restaurants und ein Supermarkt. Der Ort ist wenig touristisch, die Atmosphäre entspannt. Für eine Übernachtung nach der langen Nordküstenetappe ideal.

Alcúdiamar ist der große Yachthafen in der Bucht von Alcúdia. Hier können große Motoryachten oder Segelyachten bis 30 Meter Länge anlegen. Infrastruktur vollständig, Liegeplätze in der Hochsaison vorauszubuchen. Der Ort Alcúdia dahinter hat eine schöne Altstadt mit erhaltener Stadtmauer.

Port de Pollença: Der Nordhafen mit konstantem Wind {#pollenca}

Port de Pollença liegt in der gleichnamigen Bucht an der Nordküste Mallorcas. Es ist einer der belebtesten Seglerhäfen der Insel — und das aus gutem Grund. Die Bucht bietet hervorragenden Windschutz, der Ort ist gepflegt und hat eine gute Versorgung, und von hier aus sind zwei wichtige Etappen einfach zu steuern: die Nordküste westwärts und die Überfahrt nach Menorca ostwärts.

Die Yachtclubs Reial Club Nàutic Port de Pollença und Puerto de Pollença verfügen zusammen über knapp 1.000 Liegeplätze und können von Booten mit einer Gesamtlänge von bis zu 25 m angesteuert werden. Es gibt einen Travellift, eine Sliprampe sowie Strom- und Wasseranschlüsse.

Port de Pollença ist der letzte komfortable Stützpunkt vor der anspruchsvollen Nordküstenetappe nach Port de Sóller. Wer hier übernachtet, sollte am nächsten Morgen früh ablegen — die Nordküste ist bei auffrischendem Tramuntana am Nachmittag rauer als am Morgen.

Wenn Sie Ihren Törn um Mallorca geplant haben und Menorca nur für ein oder zwei Tage besuchen wollen, eignen sich Pollença, Alcúdia und Can Picafort als perfekte Ausgangshäfen. Von hier aus sind Sie am dichtesten dran und können von einer Insel zur nächsten segeln.

Ein Boot mieten auf Mallorca: Cap Formentor und die Nordküste {#formentor}

Cap Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas und einer der eindrucksvollsten Küstenabschnitte des gesamten Mittelmeers. Von Port de Pollença aus sind es nur wenige Seemeilen bis zum Kap — eine Strecke, die bei Tramuntana beeindruckend und bei ruhigem Wetter schlicht wunderschön ist.

Die eindrucksvolle Steilküste markiert den nördlichsten Punkt der Insel und wird von den Einheimischen auch „Treffpunkt der Winde“ genannt. An diesem Punkt treffen sich die vier großen Brüder — die Winde Tramuntana, Ponet, Migjorn und Llevant. Die steilen Felsen, die aus dem tiefblauen Wasser ragen, und der einsame Leuchtturm auf der Spitze der Landzunge geben diesem Ort einen einzigartigen Charme.

Nach Cap Formentor beginnt die Nordwestküste — die 50 Seemeilen lange Strecke unter der Serra de Tramuntana bis Port d’Andratx. An der Nordküste gibt es auf 50 Seemeilen nur einen Hafen: Port de Sóller. Das ist die Etappe, auf die sich jede Crew vorbereiten sollte. Bei frischem Nordwind ist sie fordernd. Bei moderatem Wetter ist sie das Schönste, was Mallorca zu bieten hat.

Unterwegs sind drei Ankerbuchten besonders lohnend — ausschließlich bei ruhigem Wetter:

  • Sa Calobra — eine der bekanntesten Buchten der Insel, von nahezu senkrechten Felswänden eingeschlossen. Im Sommer von Ausflugsbooten besucht, morgens früh aber oft ruhig.
  • Cala Tuent — die ruhigere, weniger bekannte Nachbarbucht von Sa Calobra. Kleiner, stiller, schöner.
  • Cala Blanca — weitere kleine Bucht nahe Sa Dragonera, wenig besucht, gut geschützt bei Nordost.

Port de Sóller: Der einzige sichere Hafen der Nordwestküste Mallorcas {#soller}

Port de Sóller ist die wichtigste Zuflucht der Mallorca-Umrundung. Wer die Nordwestküste segelt, plant hier eine Übernachtung ein — nicht nur weil der Hafen schön ist, sondern weil es bei Tramuntana keine Alternative gibt.

Der kleine Hafen Port de Sóller liegt im Nordwesten der Insel Mallorca und ist umgeben vom Tramuntana-Gebirge. Aktuell befinden sich ca. 460 Liegeplätze in der Marina. Die Bucht ist kreisrund und perfekt windgeschützt — ein natürlicher Hafen, wie geschaffen für stürmische Nächte.

Der Ort Port de Sóller ist freundlich und entspannt. Die historische Straßenbahn — lokal „Roter Blitz“ genannt — verbindet den Hafen mit dem Bergstädtchen Sóller im Tal hinter der Tramuntana. In Sóller fährt eine alte Straßenbahn zwischen dem Hafen und der Altstadt in den Bergen. Die Fahrt dauert 15 Minuten und ist ein kleines Erlebnis für sich.

Wer in Port de Sóller übernachtet und am nächsten Morgen mit Nordwind aufbricht, hat die beste Voraussetzung für eine flotte Etappe nach Port d’Andratx.

Yachtcharter an Mallorcas Nordwestküste: Ankerbuchten unter der Tramuntana {#nordwest-buchten}

Zwischen Port de Sóller und Port d’Andratx gibt es keine Marina — aber mehrere Ankerbuchten, die bei ruhigem Wetter außergewöhnlich schön sind.

Sa Foradada ist eine bizarre Felsformation mit einem natürlichen Loch in der Wand — eines der bekanntesten Motive der Westküste. Ankern davor ist möglich, der Ankergrund ist uneben und die Bucht bei westlichen Wellen exponiert.

Cala Deià liegt unterhalb des Künstlerdorfes Deià, einem der stimmungsvollsten Orte Mallorcas. Die Bucht ist eng, der Ankerplatz begrenzt. Wer hierher kommt, dinghy an Land und steigt hinauf ins Dorf — der Aufwand lohnt sich.

Cala Estellencs und Cala Banyalbufar sind zwei weitere kleine Buchten an der Steilküste. Beide bei ruhigem Wetter erreichbar, beide eindrucksvoll, beide nahezu leer.

All diese Buchten sind bei auffrischendem Tramuntana sofort zu verlassen. Wer die Wettervorhersage konsequent beobachtet und morgens früh aufbricht, kann diese Küste in einer der schönsten Segelatmosphären des gesamten Mittelmeers erleben.

Mit dem Segelboot rund Mallorca: Liegegebühren und Buchungshinweise im Überblick {#gebuehren}

Vor allem in den Sommermonaten müssen Sie tief in die Tasche greifen. Je nach Betreiber des Yachthafens und der Größe Ihrer Yacht werden pro Tag Gebühren zwischen 50 und 350 Euro fällig. Weitere Gebühren fallen in der Regel für den Verbrauch von Strom und Wasser an. Am günstigsten kommen Sie in den kommunalen Häfen weg.

Eine praktische Übersicht der Preisniveaus für eine 40-Fuß-Segelyacht im Hochsommer:

  • Puerto Portals, Port Adriano: 200–350 Euro/Nacht — Premiummarinas, selektive Buchung
  • Real Club Náutico Palma, Port de Pollença: 100–180 Euro/Nacht — gut ausgestattete Clubmarinas
  • Port d’Andratx, Port de Sóller: 80–150 Euro/Nacht — Naturhäfen mit Charakter
  • Portocolom, Colònia de Sant Pere, Sa Rápita: 50–100 Euro/Nacht — kommunale Häfen, günstigste Option
  • Ankerbuchten: kostenlos — bei Posidonia-Freiheit und ruhigem Wetter die beste Option

Buchung kommunaler Häfen über portsib.es — frühzeitig, mindestens 2 bis 4 Wochen im Voraus in der Hochsaison. Private Marinas über die jeweiligen Homepages oder direkt per Telefon. Spontananläufe sind möglich, aber risikobehaftet — besonders in Juli und August.

Disclaimer & weiterführende Informationen

Alle Hafeninfos, Liegeplatzangaben und Gebührenhinweise in diesem Artikel basieren auf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Quellen und Erfahrungswerten. Liegeplatzkapazitäten, Öffnungszeiten, Infrastruktur und Preise können sich ändern. Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Tagesaktualität. Vor Ihrem Törnantritt empfehlen wir ausdrücklich, aktuelle Hafeninfos direkt bei den Marinas zu erfragen und Liegeplätze rechtzeitig zu reservieren.

GlobeSailor bietet Ihnen eine große Auswahl an Segelyachten und Katamaranen für Ihren Yachtcharter auf Mallorca und den gesamten Balearen — mit oder ohne Skipper, für alle Erfahrungsstufen. Vergleichen Sie alle Boote und Angebote direkt auf globesailor.de/yachtcharter-balearen-d598.html. Mit dem GlobeSailor-Newsletter erhalten Sie aktuelle Frühbucherangebote und Sonderaktionen als Erste.

Mehr Inspiration für Ihren Segelurlaub rund um die Balearen? Im GlobeSailor-Blog finden Sie weitere Artikel zu Törnplänen, Ankerbuchten, Reisezeiten und allen vier Inseln — von Menorca bis Formentera. Alle Artikel im Überblick: blog.globesailor.de/category/destinationen/spanien/