Formentera mit dem Boot entdecken

Formentera mit dem Boot entdecken: Das karibische Mittelmeer

Es gibt Orte, über die man viel gehört hat — und die einem beim ersten Anblick trotzdem den Atem verschlagen. Formentera ist so ein Ort. Die kleinste bewohnte Balearen-Insel liegt zwölf Seemeilen südlich von Ibiza, ist 19 Kilometer lang, hat knapp 12.000 Einwohner — und ein Wasser, das im richtigen Licht karibischen Stränden so ähnlich sieht, dass man zweimal hinschauen muss, um sicherzugehen, dass man noch im Mittelmeer ist.

Wer Formentera wirklich erleben will, braucht ein Boot. Nordwestlich von Es Pujols schließt sich eine immer schmaler werdende, unbewohnte und dünige Landzunge an, welche von hellen Sandstränden umschlossen ist, von denen der bekannteste die Platja de Ses Illetes ist. Die Schönheit dieses Strandes lockt in der Sommersaison tagtäglich auch viele Bootsurlauber aus Ibiza zum Ankern an. Die schönsten Buchten der Insel sind per Auto im Sommer nicht erreichbar — Zufahrtsbeschränkungen schützen das Naturerbe. Per Segelboot dagegen sind sie frei zugänglich, morgens früh fast menschenleer und so schön, wie man sie sich nur vorstellen kann.

Dieser Artikel führt Sie durch das Segelrevier Formentera: von La Savina als einzigem Hafen über die Ankerbuchten der Nord- und Westküste bis zu den wilden Klippen im Süden. Mit konkreten Ankerinfos, Posidonia-Hinweisen und allem, was Sie für einen Yachtcharter auf Formentera wissen müssen.

Inhalt

Formentera muss man sich verdienen: Man ankert mit Respekt oder gar nicht. Hier ist jeder falsch gesetzte Anker eine Verletzung. Die örtlichen Behörden wachen darüber, ebenso wie verantwortungsbewusste Segler. Wer das versteht und berücksichtigt, erlebt eine der unberührtesten Inseln des gesamten Mittelmeers — per Boot zugänglich, per Auto kaum.

Urlaubshighlight Formentera per Boot: Was diese Insel für Segler so besonders macht {#besonders}

Formentera ist die am dünnsten besiedelte der vier Hauptbalearen-Inseln. Sie ist die zweitkleinste bewohnte Insel der spanischen Autonomen Region der Balearischen Inseln. Sie bildet zusammen mit Ibiza und einigen kleineren Inseln die Inselgruppe der Pityusen. Formentera liegt etwa 20 Kilometer südlich vor Ibiza, ist 19 Kilometer lang.

Die Insel hat keine eigene Charterflotte in nennenswertem Umfang. Wer ein Segelboot auf Formentera mieten möchte, findet in La Savina eine kleine Auswahl — deutlich kleiner als in Palma oder Ibiza. Die meisten Segler, die Formentera anlaufen, kommen mit einem in Mallorca oder Ibiza gecharterten Boot.

Das ist kein Nachteil — es ist der Kern des Formentera-Erlebnisses. Die Insel hat keine große Charterinfrastruktur, weil sie keine braucht. Sie hat stattdessen etwas Selteneres: unberührte Natur, echte Ruhe und ein Wasser, das in keinem anderen Mittelmeer-Revier in dieser Qualität zu finden ist.

Da die Insel im Vergleich zu ihrer Nachbarinsel Ibiza ruhiger und weniger überlaufen ist, ist sie ein sehr idyllisches Ziel für einen Tagesausflug oder einen Bootscharter auf Formentera. Wer die Entscheidung zwischen Ibiza und Formentera treffen muss: Es ist keine Entscheidung. Beide Inseln gehören zusammen. Formentera ist das ruhige Gegenstück zu Ibizas Lebendigkeit — ideal als zweiter Teil einer Kombiwoche.

Türkisblaues Wasser und die Insel Formentera entdecken. Kaum mit dem Auto ereichbar aber mit einem Yachtcharter können Sie die ganze Insel erkunden.

Yachtcharter auf Formentera: La Savina ist einziger Hafen der Insel {#la-savina}

La Savina ist der einzige Hafen Formenteras. Er liegt im Norden der Insel, direkt an der Einfahrt von Ibiza her. Die beiden Marinas von La Savina bieten sichere Liegeplätze bei jedem Wetter, gute Infrastruktur und reichlich Abwechslung an Land. Wer möchte, kann sich hier ein Moped leihen und über die etwa 15 Kilometer breite Insel brausen.

Die zwei Marinas — Marina de Formentera und Nueva Formentera — bieten zusammen rund 150 Liegeplätze. Das ist wenig für eine Hochsaison-Destination. La Savina ist der einzige Hafen der Insel und hat nur 150 Liegeplätze, die von zwei Unternehmen verwaltet werden: Marina de Formentera und Nueva Formentera.

In der Hochsaison sind die Marinaliegeplätze in La Savina begrenzt und oft bereits am frühen Nachmittag vergeben. Frühzeitige Reservierung direkt über die Marina-Homepages oder telefonisch ist Pflicht — besonders im Juli und August. Wer keinen Marinaplatz bekommt, ankert nördlich des Hafens vor La Savina. Etwas nördlich des Hafens liegt man, je nach Windrichtung, sicher vor Anker. Es gibt zahlreiche Restaurants, einige kleine Bars und einen Supermarkt. Da der Ort La Savina bei Yacht-Besitzern beliebt ist, hat er einen leicht exklusiven Touch, ohne auf Gemütlichkeit zu verzichten.

Der Hafen La Savina ist auch der Ausgangspunkt für alle Landausflüge auf der Insel. Busse fahren ab dem Hafenvorplatz in Richtung Es Pujols, La Mola und Sant Francesc. Mopedvermietung und Fahrräder sind direkt am Hafen verfügbar.

Mit dem Segelboot rund Formentera: Ankern auf der Insel — die wichtigsten Regeln {#regeln}

Ankern auf Formentera ist möglich — aber nur dort, wo es nicht ausdrücklich verboten ist und wo kein Posidonia-Seegras liegt. Diese Einschränkung klingt einfach, ist in der Praxis aber wichtig zu verstehen.

Die Posidonia-Seegraswiesen rund um Formentera gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe. Sie sind zusammen mit den Seegraswiesen um Ibiza die bedeutendsten des Mittelmeers. Um zu vermeiden, dass die Anker von Yachten oder deren Ankerketten die geschützten Seegraswiesen rund um Ibiza und Formentera beschädigen, sind an den Küsten der Inseln insgesamt neun Boote unterwegs. Vom 1. Juni bis 30. September sind fünf Boote auf der kleinen und vier auf der großen Pityuse im Einsatz.

Die Kontrollen sind real und werden konsequent durchgeführt. Bußgelder für Ankern auf Posidonia sind empfindlich hoch. Wer sich nicht sicher ist, ob der Ankerplatz legal ist, nutzt die App PosidoniaMaps — sie zeigt die Schutzzonen für Ibiza und Formentera detailliert an.

Die freien Sandflächen zwischen den Seegraswiesen sind auf Formentera gut kartiert. Wer die Karte kennt, findet immer einen legalen Ankerplatz. In den beliebtesten Buchten gibt es Bojenfelder — diese nutzen und nicht daneben ankern.

Posidonia auf Formentera: Warum der Schutz des Seegrases so ernst genommen wird {#posidonia}

Posidonia oceanica ist kein gewöhnliches Seegras. Sie ist ein Ökosystem-Ingenieur — eine Art, die das Mittelmeerwasser filtert, Sauerstoff produziert und den Meeresboden stabilisiert. Das türkisfarbene, klare Wasser Formenteras ist direkt auf die gesunden Posidonia-Wiesen zurückzuführen. Wo Posidonia stirbt, trübt sich das Wasser.

Die Posidonia, diese Unterwasserwiese, reinigt das Wasser und stabilisiert den Meeresboden. Hier ist jeder falsch gesetzte Anker eine Verletzung. Wer Formentera besucht und die Wasserqualität genießt, profitiert direkt von dem Schutz, der dieser Pflanze gewährt wird.

Für Segler gilt: Ankern über Posidonia ist nicht nur verboten, sondern tatsächlich schädlich. Eine einzige Ankerkette, die über Seegraswiesen schleift, kann Wiesen zerstören, die Jahrzehnte zum Nachwachsen brauchen. Dieser Schutz ist nicht bürokratisch — er ist der Grund, warum Formentera so schön ist.

Entdecken Sie den Ökosystem-Ingenieur Posidonia oceanica.  EIne Unterwasserwiese, die das Meer reinigt und den Meeresboden stabilisiert.

Per Segelbootcharter nach Formentera: Espalmador — das Sandjuwel im Norden {#espalmador}

Espalmador ist keine Insel im üblichen Sinne — es ist ein Sandpunkt. Eine flache, weiße Landzunge nördlich von Formenteras Nordspitze, von türkisem Wasser umgeben, mit kaum mehr als einem Strand, ein paar Büschen und der Stille des offenen Meeres.

Nach der Durchquerung von Es Freus cruisen wir in Richtung Es Palmador, einer wunderschönen kleinen Insel im Norden Formenteras. Wir empfehlen, rechtzeitig eine Boje zu reservieren, da das Ankern in der Bucht von Espalmador nicht gestattet ist.

Die Bojen von Espalmador sind begehrt. In der Hochsaison sind sie am frühen Nachmittag vergeben. Wer sicher ankern und die Nacht hier verbringen möchte, muss frühzeitig reservieren — und früh einlaufen. Die Passage zwischen Espalmador und Formentera, die Punta des Trucadors, ist bei stärkerem Wind mit Vorsicht zu befahren. Achte auf die starken Strömungen in der Passage zwischen den beiden Inseln.

Espalmador bei Sonnenuntergang — ohne Motorgeräusche, ohne Menschenmassen, mit dem Blick zurück auf Formenteras Nordküste im Abendlicht — ist eine jener Erfahrungen, für die man einen Segelurlaub auf den Balearen bucht.

Entdecken Sie den Sandjuwel im Norden, Espalmador mit einem Boot. Ein Sandpunkt nördlich der Formentera Nordspitze.

Ses Illetes: Der schönste Strand des Mittelmeers per Boot erleben {#ses-illetes}

Ses Illetes ist Formenteras berühmtester Strand — und auf vielen Listen unter den schönsten Stränden Europas verzeichnet. Die Bezeichnung ist keine Übertreibung. Ein langer, weißer Sandstreifen, von flachem türkisfarbenem Wasser umgeben, von Pinienwäldern gesäumt. Das Wasser ist seicht, klar und warm. Per Boot ankert man direkt vor dem Strand.

Ses Illetes, dieser mythische Sandstreifen, zieht sich mit seinen türkisfarbenen Abstufungen bis zur kleinen Insel Espalmador. Es ist eine fast tropische Szenerie, die zu den schönsten Stränden der Welt zählt.

Per Auto ist Ses Illetes im Sommer nicht zugänglich — die Zufahrtsstraße ist für den Privatverkehr gesperrt. Per Segelboot dagegen liegt man direkt vor dem Strand. Wer um 9 Uhr morgens ankert, hat den Strand für eine bis zwei Stunden fast für sich allein. Am Nachmittag ist es belebter.

Der Ankerplatz vor Ses Illetes liegt auf Sandgrund — aber die Posidonia-Grenzen beginnen unmittelbar dahinter. Die Karte prüfen, vor dem Ankerfall. Die freien Sandflächen sind ausreichend vorhanden, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Ein Boot mieten für Formentera: Die Westküste und ihre Ankerbuchten {#westkueste}

Die Westküste Formenteras ist weniger bekannt als die Nordspitze mit Ses Illetes — und genau deshalb oft schöner für Segler, die Ruhe suchen. Weniger Motorboottourismus, mehr natürliche Stille, einzelne Buchten, die nachmittags noch Platz haben.

Die wichtigsten Ankerbuchten der Westküste von Nord nach Süd:

  • Cala d’es Mort — kleine, windgeschützte Bucht nördlich von Cala Saona. Wenig bekannt, kaum besucht, ruhiger Ankerplatz auf Sand.
  • Cala Saona — die bekannteste Westküstenbucht Formenteras. Rötliche Felsen, türkisfarbenes Wasser, kleines Strandrestaurant. Beliebter Ankerplatz, nachmittags belebt, morgens ruhig.
  • Ensenada de s’Alga — weitläufige Bucht südlich von Cala Saona. Laut Revierbeschreibung bei Westwind eine gute Alternative zu Ses Illetes, da hier auf fast zwei Seemeilen Länge auf drei bis acht Meter Wassertiefe durchgehend geankert werden kann. Der Ankergrund ist fast überall gut haltender Sand.

Cala Saona: Die schönste Bucht der Westküste Formenteras {#cala-saona}

Cala Saona ist die ikonischste Bucht der Westküste — und für viele Segler der schönste Ankerplatz Formenteras abseits von Ses Illetes und Espalmador. Die Bucht liegt eingebettet zwischen rötlichen Kalkfelsen, von Pinienbäumen umrahmt, mit einem feinen Sandstrand am Ende.

Die Unberührtheit der Insel zeigt sich hier an jeder Stelle. Inmitten der Dünen und Pinienbäume versteckt sich außerdem ein Strandrestaurant mit einem wunderbarem Blick über die Bucht. In dem kleinen, romantischen Holzhäuschen können Sie typische spanische Snacks bestellen und diese direkt am Strand verzehren.

Der Ankerplatz vor Cala Saona liegt auf Sandgrund, gut geschützt bei Nordost- bis Ostwinden. Bei Westwind ist die Bucht etwas exponiert. Die Tiefe beträgt im Inneren der Bucht 3 bis 6 Meter — ideal für die meisten Charter-Segelyachten. Die Posidonia-Grenzen liegen am Rand der Bucht und sind auf Navionics eingetragen.

Cala Saona ist von La Savina aus eine kurze Etappe von rund 5 Seemeilen. Ideal als erste Station nach dem Einlaufen in Formentera — oder als ruhiger Abschluss nach einem aktiven Tag auf dem Wasser.

Der Ankerplatz Cala Saona, ist die schönste Bucht der Westküste Formenteras. Sie ist gut geschützt bei Nordost bis Ostwind.

Mit der Segelyacht Formentera erleben: Playa Migjorn und die Südküste {#migjorn}

Playa Migjorn ist der längste Strand Formenteras. Er erstreckt sich über mehrere Kilometer an der Südküste, ist breit, wenig bebaut und hat eine völlig andere Atmosphäre als die touristischeren Buchten im Norden. Per Boot ankert man vor dem Strand auf Sandgrund — bei ruhigem Wetter angenehm, bei Südwind unruhig.

Die Südküste Formenteras ist weniger stark besucht als die Nordspitze. Die Landschaft ist flacher, die Buchten weitläufiger, die Stimmung entspannter. Wer dem Trubel von Ses Illetes und Espalmador entgehen möchte, findet hier noch echte Ruhe.

Östlich von Playa Migjorn liegt der kleine Ort Es Caló de Sant Agustí, mit einem kleinen natürlichen Hafen, in dem Fischerboote liegen. Anlegen für Charter-Yachten ist nur mit kleinen Booten möglich, aber als Ankerpunkt für einen Landgang geeignet.

Die vielen Strandbars sind definitiv auch ein Markenzeichen von Formentera. Der größte Zauber Formenteras offenbart sich ganz besonders an der Nordspitze, Richtung Ibiza. Hier konkurrieren die Strände und Buchten mit dem Farbenrausch der Karibik.

Der Playa Migjorn ist der längste Strand Formenteras und erstreckt sich über mehrere Kilometer. Perfekt um mit dem Boot vor dem Strand auf Sandgrund zu ankern und den Strand zu erkunden.

Far de la Mola: Der Leuchtturm am Ende der Insel {#mola}

La Mola ist das östliche Hochplateau Formenteras — 119 Meter über dem Meer, von der Inselhauptstadt Sant Francesc aus in 20 Minuten per Moped erreichbar. Am östlichsten Punkt steht der Leuchtturm Far de la Mola, der 1861 in Betrieb genommen wurde.

Vom Wasser aus ist La Mola der markanteste Punkt der Insel — eine Steilklippe, die abrupt aus dem flachen Formentera-Terrain aufsteigt und die Fahrrinne von Ibiza her dominiert. Wer von Ibiza nach Formentera segelt, sieht La Mola schon von weitem.

Am Fuß des Leuchtturms befand sich das Haus, in dem Jules Verne nach einer Legende den Roman „Hector Servadac“ schrieb — eine Geschichte, ob wahr oder nicht, die zur mystischen Atmosphäre dieses Ortes beiträgt. Der Sonnenuntergang vom Leuchtturm ist einer der schönsten auf den gesamten Balearen.

Per Segelboot ist La Mola nicht direkt anlaufbar — die Steilküste bietet keine Ankermöglichkeiten. Wer den Leuchtturm besuchen möchte, legt in La Savina oder Es Caló an und fährt per Moped hinauf.

Per Segelbootcharter Formentera erobern: Die Insel per Moped entdecken {#moped}

Formentera ist klein genug, um in einem Tag per Moped umrundet zu werden. Das ist eine der schönsten Landausflüge-Optionen im gesamten Balearenrevier — und für Charter-Segler einer der großen Vorteile des Ankerns in La Savina.

Die Mopedvermietung ist direkt am Hafen verfügbar. Wer möchte, kann sich hier ein Moped leihen und über die etwa 15 Kilometer breite Insel brausen. Eine Inselrunde dauert bei entspanntem Tempo drei bis vier Stunden, mit Stopps in Sant Francesc Xavier, am Leuchtturm Far de la Mola und am Aussichtspunkt über Playa Migjorn.

Sant Francesc Xavier ist der Hauptort der Insel — mit einer schönen kleinen Kirche, einem Marktplatz, lokalen Restaurants und einem entspannten Dorfleben, das sich weit von Ibizas Hektik entfernt anfühlt. Ein Mittagessen hier, bevor es zurück ans Boot geht, rundet den Landausflug perfekt ab.

Der Leuchtturm Far de la Mola ist der perfekte Landausfug für eine Charter Reise mit einer Yacht.

Ein Yachtcharter für Formentera: Wann ist die beste Reisezeit? {#reisezeit}

Formentera ist von Mai bis Oktober besegelbar. Die beste Reisezeit unterscheidet sich leicht von der anderer Balearen-Inseln — Formentera ist im Hochsommer besonders stark frequentiert, da sie von Ibiza aus täglich von Tagesausflüglern per Schnellfähre besucht wird.

Mai und Juni sind die ruhigsten Monate mit besten Ankerbedingungen. Ses Illetes ist morgens fast leer. Cala Saona hat noch Platz. Die Posidonia-Kontrollen beginnen Mitte Mai — wer früh kommt, findet die Insel in ihrer entspanntesten Form.

September ist der beste Kompromissmonat. Nur ganz einsam ist es auf Formentera eigentlich nie, zahlreiche Schnellfähren und Motorboote sorgen für Unruhe und sehr viele Tagestouristen strömen von Ibiza aus für einen Badetag nach Formentera. Im September lässt dieser Tagesgäste-Strom deutlich nach — und das Wasser ist mit 24 bis 26 Grad noch herrlich warm.

Juli und August sind voll und laut. Ses Illetes und Espalmador sind täglich von früh bis spät belebt. Wer den Massenandrang akzeptiert und früh aufsteht, erlebt trotzdem ein schönes Formentera — aber die Ruhe, die die Insel berühmt macht, findet man in diesen Monaten nur in den Randzeiten des Tages.

Ein Boot mieten für Formentera: Anreise, Logistik und praktische Tipps {#tipps}

Formentera hat keinen eigenen Flughafen. Die Anreise erfolgt entweder per Segelboot von Ibiza oder Mallorca — oder per Schnellfähre von Ibiza-Stadt. Die Schnellfähre braucht 25 bis 35 Minuten. Wer mit dem Boot kommt, reist auf die schönste Art an.

Wichtige Tipps für den Yachtcharter auf Formentera:

  • Marinaplätze früh buchen. La Savina hat nur 150 Plätze für zwei Marinas. In der Hauptsaison sind sie schnell vergeben. Direktbuchung über Marina de Formentera oder Nueva Formentera.
  • Espalmador-Bojen reservieren. Die Bojenplätze sind begrenzt und in der Hochsaison am Nachmittag vergeben. Frühzeitig reservieren oder früh einlaufen.
  • PosidoniaMaps-App verwenden. Vor jedem Ankermanöver die App konsultieren. Die Schutzzonen sind umfangreich und werden aktiv kontrolliert.
  • Moped in La Savina mieten. Direkt am Hafen verfügbar. Unverzichtbar für eine Inselrunde zu Far de la Mola und Sant Francesc.
  • Diesel nur in La Savina. Die Insel hat keine weiteren Kraftstoffversorgungspunkte. Vor der Abfahrt nach Ibiza oder Mallorca auffüllen.
  • Früh in Buchten einlaufen. Ses Illetes, Cala Saona und Espalmador sind nachmittags belebt. Wer um 9 oder 10 Uhr morgens ankert, hat die Wahl.
Formentera ist nicht per Flugzeug erreichbar, dafür aber perfekt geeignet für Segel oder Yachtcharter.

Disclaimer & weiterführende Informationen

Alle Revierinfos, Hafenangaben und Ankerbeschreibungen in diesem Artikel basieren auf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Quellen und Erfahrungswerten. Posidonia-Schutzzonen, Hafenkapazitäten und Regelungen können sich ändern. Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Tagesaktualität. Vor Ihrem Törnantritt empfehlen wir ausdrücklich, aktuelle Seekarten und die PosidoniaMaps-App zu nutzen und Hafenplätze direkt zu reservieren.


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