Gouvia: Der größte Yachthafen Griechenlands liegt auf Korfu
Wer ab Korfu segelt, startet fast immer von hier. Die Marina Gouvia liegt an der Ostküste der Insel, in einer natürlich geschützten Bucht. Sie ist der erste private Yachthafen Griechenlands – und bis heute der größte. Rund 1.235 Liegeplätze, Charterbüros, Restaurants, Supermärkte, Werkstatt, Tankstelle. Alles auf einem Gelände. Der Flughafen Korfu ist nur sieben Kilometer entfernt. Ein Taxi kostet zwischen 15 und 25 Euro, je nach Tageszeit.
Ansteuerung: So finden Sie die Einfahrt sicher
Die Einfahrt in die Marina Gouvia ist gut markiert. Zwei Leuchttonnenpaare und ein markantes Hotel an der südlichen Seite erleichtern die Orientierung. Die Koordinaten der Marina: 39°39.047’N / 19°51.071’E. Melden Sie sich vor der Einfahrt über UKW-Kanal 69 an. Der Marinero weist Ihnen dann Ihren Liegeplatz zu. Freies Ankern im Hafenbereich ist nicht gestattet. Achtung: In älteren Imray-Karten ist die Breitenangabe um etwa eine halbe Seemeile zu weit südlich angegeben.
Liegeplätze: Kapazität, Tiefgang und Abmessungen
Die Marina bietet Liegeplätze für Yachten bis zu 80 Metern Länge und 5,5 Metern Tiefgang – sowohl auf festen als auch auf schwimmenden Pontons. Für Charterboote zwischen 38 und 55 Fuß ist die Infrastruktur optimal ausgelegt. An jedem Liegeplatz gibt es Strom- und Wasseranschluss. Die Mooringleinen liegen aus. Ein Hinweis aus Seglererfahrung: Die Mooringleinen sind in Gouvia bisweilen kurz geraten – Vorsicht beim Anlegemanöver, damit sie sich nicht im Propeller verfangen.
Marina Gouvia auf einen Blick – die wichtigsten Eckdaten
- Koordinaten: 39°39.047’N / 19°51.071’E
- UKW-Kanal: 69 (vor Einfahrt anmelden)
- Liegeplätze: ca. 1.235 (privat und Charter)
- Maximaler Tiefgang: 5,5 m
- Maximale Bootslänge: bis 80 m
- Tankstelle: im nördlichen Marinabereich (Diesel und Frischwasser)
- Travellift: 65 t (Mobilkran 45 t, Kran 20 t)
- Distanz Flughafen Korfu: ca. 7 km (Taxi 15–25 €, Fahrtzeit ca. 15 Minuten)
- Öffnung Rezeption: 24/7
- Sicherheitsausrüstung: Bewachung rund um die Uhr, CCTV, Feuerwarnanlage
Einklarieren: Was Sie an der Rezeption brauchen
Nach der Ankunft melden Sie sich an der Hauptrezeption. Mitbringen: Schiffspapiere, Crewliste und – sofern von außerhalb der EU einlaufend – Transit-Log. Für EU-Segler aus deutschen Häfen ist der bürokratische Aufwand überschaubar. Die Marina ist rund um die Uhr besetzt. Das Büropersonal ist an Chartercrews gewöhnt und spricht Englisch. Alle Details zu aktuellen Einklariervorschriften sollten Sie vor Törnantritt mit Ihrem Charterbüro abstimmen – Vorschriften können sich ändern.
Proviant: Was die Marina und die Umgebung bieten
Direkt in der Marina gibt es einen großen Supermarkt. Er liefert auf Wunsch sogar direkt an den Steg. Das Sortiment ist gut – die Preise sind es marinaintern weniger. Wer sparen möchte, fährt mit dem Taxi oder dem Bus in den Ort Gouvia, etwa einen Kilometer entfernt. Dort sind Lebensmittelpreise günstiger. Bis nach Korfu-Stadt sind es rund sieben Kilometer. Ein Besuch lohnt sich ohnehin – nicht nur wegen des Einkaufs, sondern auch wegen der venezianischen Altstadt.
Kraftstoff, Wasser und technischer Service
Die Tankstelle liegt im nördlichen Teil der Marina. Diesel und Frischwasser sind dort erhältlich. Für technische Fälle: Die Marina verfügt über einen Travellift (65 Tonnen), einen Mobilkran (45 Tonnen) und einen kleineren Kran (20 Tonnen). Werkstätten für Motorschäden, Riggingreparaturen und Elektrik sind vor Ort oder in direkter Umgebung verfügbar. Es gibt außerdem einen Tauchservice für Unterwasserinspektion und Propellerreinigung.
W-LAN, Post und weitere Services
W-LAN ist auf dem gesamten Marinagelände verfügbar, in der Regel über eine Prepaid-Karte, die an der Rezeption erhältlich ist. Post- und Paketempfang ist möglich – Sendungen werden im Büro hinterlegt. Ein Geldautomat (ATM) befindet sich in der Nähe des Südeingangs. Motorroller- und Autovermietungen sind direkt in der Marina angesiedelt. Das ist praktisch, wenn Sie die Insel erkunden möchten, ohne ein Taxi rufen zu müssen.
Sicherheit und Atmosphäre auf dem Marinagelände
Die Marina ist rund um die Uhr bewacht. CCTV-Überwachung, Wachpersonal und Feuerwarnanlage sind vorhanden. Das Gelände ist weitläufig und gepflegt. Es gibt Restaurants und Bars direkt am Wasser, ein Schwimmbad, Sportanlagen und sogar einen Kinderspielplatz. Die Atmosphäre ist international – in der Hochsaison liegt die Marina voll mit Chartercrews aus ganz Europa.
Anreise: So kommen Sie zur Marina Gouvia
Der einfachste Weg ist der Direktflug nach Korfu (Flughafen-IATA: CFU). Ab dem Flughafen sind es per Taxi rund 15 bis 25 Minuten zur Marina. Die Blauen Busse der Insel fahren ebenfalls in Richtung Marina – mit einmaligem Umstieg am Busbahnhof in Korfu-Stadt (Linie 7). Wer mit dem eigenen Boot aus der Adria einläuft, findet in Gouvia seinen natürlichen ersten Anlaufhafen. Die Bucht liegt direkt am Tor zwischen Adria und dem östlichen Mittelmeer.
Beste Reisezeit: Wann lohnt sich der Start ab Gouvia
Mai und Juni sind ideal. Die Marina ist noch nicht überfüllt, die Charterbüros haben frisch ausgerüstete Boote, und die Winde sind gut. In der Hochsaison im Juli und August kann es eng werden – Liegeplätze sind dann früh vergeben. Wer im September kommt, profitiert von warmem Wasser, weniger Betrieb und oft günstigeren Charterpreisen. Einen vollständigen Überblick zur Reisezeit im Ionischen Meer finden Sie hier: → Yachtcharter Ionisches Meer auf GlobeSailor.
Haben Sie Interesse an mehr Informationen zum Segeln rund um die Mittelmeer-Insel Korfu?
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Hinweis: Bitte vor dem Törn aktuelle Informationen einholen
Dieser Artikel dient der Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Tagesaktualität. Hafengebühren, Einklariervorschriften, Öffnungszeiten und Serviceangebote können sich ändern. Wir empfehlen, vor dem Törnantritt aktuelle Informationen direkt bei der Marina oder Ihrem Charterbüro einzuholen. Die zuverlässigste Quelle ist stets der direkte Kontakt vor Ort.



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Die Marina Gouvia ist Ausgangsbasis für Dutzende Charterunternehmen. Das Angebot reicht von kompakten Segelyachten ab 38 Fuß bis zu großen Katamaranen für Familiencrews. Wer noch keinen Schein hat, kann einen Skipper zubuchen. Die Buchung läuft unkompliziert – und der Törn beginnt, kaum dass Sie Ihre Koffer im Cockpit verstaut haben.
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