Dubrovnik ist das große Finale vieler Kroatienrouten – und ein ebenso überzeugender Ausgangspunkt. Die ummauerte Altstadt, die direkt aus dem Meer zu wachsen scheint, gehört zu den beeindruckendsten Stadtbildern Europas. Vom Wasser aus gesehen ist sie noch viel schöner als vom Land aus.
Als Charterbasis hat Dubrovnik einen entscheidenden Vorteil: Die Elaphitischen Inseln liegen direkt vor der Tür. Šipan, Lopud und Koločep sind in kurzen Tagesetappen erreichbar – ruhig, ursprünglich und deutlich weniger bekannt als die großen Inseln Mitteldalmatiens. Wer von Dubrovnik aus segelt, entdeckt Süddalmatien von seiner stillen Seite.
Dieser Artikel richtet sich an Segler, die Dubrovnik als Start- oder Endpunkt eines Kroatien-Törns planen. Er beschreibt die Charterbasis, die Elaphitischen Inseln, die schönsten Ankerbuchten der Region und gibt Insider-Tipps, die den Unterschied zwischen einem guten und einem unvergesslichen Törn ausmachen.
Dubrovnik als Charterbasis: Lage, Marina und Infrastruktur
Die ACI Marina Dubrovnik liegt im Stadtteil Lapad, etwa drei Kilometer westlich der Altstadt. Sie ist eine der größten und bestausgestatteten Marinas Kroatiens – mit über 400 Liegeplätzen, technischem Service, Tankstelle, Restaurant und direktem Busanschluss in die Innenstadt.
Der internationale Flughafen Dubrovnik liegt südlich der Stadt, im Stadtteil Čilipi. Die Transferzeit zur Marina beträgt rund 30 Minuten. Direkte Flugverbindungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz machen Dubrovnik zu einer der am besten erreichbaren Charterbasen der Adria.
Der Check-in in der ACI Marina läuft in der Regel samstags ab dem frühen Nachmittag. Wer einen Tag früher anreist, hat Zeit für die Altstadt – und startet am Sonntag früh ausgeruht in das Revier. Diese Reihenfolge empfehlen die meisten erfahrenen Kroatien-Segler.
Dubrovnik als Charterbasis: Das Wichtigste auf einen Blick
Wer Dubrovnik als Start- oder Endpunkt für einen Kroatien-Törn plant, sollte diese praktischen Informationen kennen:
- ACI Marina Dubrovnik (Lapad) – über 400 Liegeplätze, volle Infrastruktur, Tankstelle und Technikservice; Busverbindung zur Altstadt in 15 Minuten
- Flughafen Dubrovnik (Čilipi) – ca. 30 Minuten Transferzeit zur Marina; direkte Verbindungen aus fast allen deutschen Großstädten
- Check-in-Tag – samstags, Bootsübergabe nachmittags; empfohlen: einen Tag früher anreisen und die Altstadt erkunden
- Proviant – Supermärkte in Lapad fußläufig erreichbar; für frischen Fisch und Marktware die Altstadt oder den Markt in Gruž aufsuchen
- Parkplätze – begrenzt und teuer in der Altstadt; die Marina bietet eigene, günstigere Parkplätze für Charterkunden
- Charterangebot – GlobeSailor bietet Segelboote, Katamarane und Luxusyachten mit Abfahrt ab ACI Marina Dubrovnik; Frühbuchen in der Hochsaison empfohlen
- Rückflug planen – Samstagsflüge aus Dubrovnik sind früh gebucht; wer am Samstag ausfliegt, sollte spätestens Freitagabend in der Marina sein
Dubrovnik Altstadt: Was Segler vom Wasser und vom Land nicht verpassen sollten
Die Altstadt von Dubrovnik ist UNESCO-Weltkulturerbe – und das nicht ohne Grund. Die mittelalterlichen Stadtmauern, die die gesamte Altstadt auf einem Felssporn umschließen, sind vollständig erhalten und begehbar. Der Rundgang auf der Mauer dauert etwa eine Stunde und bietet Ausblicke, die kein Foto angemessen wiedergeben kann.
Die Stradun – die Hauptpromenade der Altstadt – ist das Herzstück des städtischen Lebens. Morgens gehört sie den Einheimischen, mittags den Touristen, abends allen. Wer früh aufsteht und vor 8 Uhr durch die Altstadt läuft, erlebt eine Stille, die kaum zu glauben ist.
Vom Wasser aus ist die Altstadt noch eindrucksvoller als vom Land. Wer morgens früh aus der Marina ausläuft und an der Altstadt vorbeisegelt, sieht die Stadtmauern im ersten Licht über dem Meer – ein Anblick, der die Entscheidung für Dubrovnik als Törnziel jedes Mal neu rechtfertigt.
Dubrovnik Altstadt: die Highlights auf einen Blick
Die Altstadt ist reich an Sehenswürdigkeiten – aber nicht alle sind gleich lohnenswert. Diese Liste nennt die Highlights, die sich für Segler mit begrenzter Landzeit wirklich lohnen:
- Stadtmauerrundgang – vollständig erhaltene mittelalterliche Mauern, ca. 2 km, mit Blick auf Altstadt, Hafen und Meer; früh morgens gehen, um Menschenmassen zu vermeiden
- Stradun – die Hauptpromenade; Pflasterstein aus dem 14. Jahrhundert, gesäumt von Barockpalästen; am schönsten vor 8 Uhr und nach 21 Uhr
- Festung Lovrijenac – freistehende Felsfestung westlich der Altstadt, direkt über dem Meer; einer der besten Ausblicke auf die Stadtmauern
- Alter Hafen (Stara Luka) – kleiner Bootshafen innerhalb der Stadtmauern; Wassertaxis in die Altstadt, lokale Fischer, authentische Atmosphäre
- Dubrovnik-Seilbahn – führt auf den Berg Srđ über der Stadt; Panoramablick auf Altstadt, Elaphiten und die gesamte Südküste; empfohlen bei klarem Wetter
- Lokrum – kleine Insel direkt vor der Altstadt, mit Fähre in 10 Minuten erreichbar; Botanischer Garten, Pfauenkolonie, naturbelassene Badebuchten
Die Elaphitischen Inseln: Segeln im stillen Süddalmatien
Die Elaphitischen Inseln sind das stille Gegenstück zu Dubrovnik. Šipan, Lopud und Koločep liegen in einem Bogen nordwestlich der Stadt und sind von der ACI Marina in einer halben bis einer Segelstunde erreichbar. Hier ist Süddalmatien noch so, wie es vor zwanzig Jahren war.
Die drei Inseln sind autofrei oder nahezu autofrei. Das prägt die Atmosphäre: keine Motorgeräusche, keine Touristenbusse, keine überfüllten Strandpromenaden. Wer die Elaphiten besucht, trifft auf alte Steinvillen venezianischer Adliger, alte Olivenhaine und Fischer, die ihre Netze reparieren.
Jede der drei Inseln hat einen eigenen Charakter. Šipan ist die größte und hat zwei Häfen. Lopud hat den bekanntesten Sandstrand der gesamten Route. Koločep ist die kleinste, die ruhigste und die nächste an Dubrovnik – ideal als letzte Nacht vor dem Check-out.
Die Elaphitischen Inseln Šipan, Lopud und Koločep im Überblick
Die drei Inseln sind unterschiedlich – aber alle drei sind es wert, besucht zu werden. Hier die wichtigsten Fakten für Segler:
- Šipan (Šipanska Luka) – größter Hafen der Elaphiten; geschützte Bucht, Steg und Ankerfeld, altes Herrenhaus am Ufer; ruhig, gut versorgt
- Šipan (Suđurađ) – zweiter Hafen auf der Ostseite; kleiner, malerischer, mit venezianischem Sommerpalast direkt am Wasser; sehr empfehlenswert
- Lopud – lebhaftester der drei Elaphiten-Orte; Fähre aus Dubrovnik bringt Tagesbesucher; Sandstrand Šunj auf der Südseite (20 min Fußweg) ist einer der schönsten Kroatiens
- Koločep – kleinste und ruhigste der drei Inseln; zwei kleine Häfen (Gornje Čelo und Donje Čelo); ideal als letzte Übernachtung vor dem Rückweg nach Dubrovnik
- Alle drei Inseln: autofrei oder nahezu autofrei – das bestimmt die Stimmung; keine Mopeds, keine Busse, nur Stille und Vogelstimmen
- Versorgung: Lopud hat einen kleinen Supermarkt und mehrere Restaurants; Šipan und Koločep sind spärlicher ausgestattet – in Dubrovnik gut versorgen
Ankerbuchten rund um Dubrovnik – Teil 1: Süddalmatien abseits der Marina
Das Revier südlich und westlich von Dubrovnik bietet mehr als nur die Elaphiten. Wer Zeit hat und bereit ist, ein paar Seemeilen mehr zu segeln, findet Buchten, die auf keiner Charterbroschüre zu sehen sind.
Die Halbinsel Pelješac liegt nördlich der Elaphiten und ist mit dem Segelboot in einem kurzen Schlag erreichbar. Die Weinbauregion Dingač auf der Südseite der Halbinsel gilt als eine der besten Weinlagen Kroatiens. Wer hier ankert und an Land geht, kann direkt beim Winzer einkaufen.
Die Insel Mljet – Nationalpark und eine der ruhigsten Inseln der Adria – liegt rund drei Stunden Segelzeit nordwestlich von Dubrovnik. Wer Dubrovnik als Ausgangspunkt wählt und Mljet in die Route einbaut, verbindet das Spektakuläre mit dem Stillen auf einem einzigen Törn.
Ankerbuchten rund um Dubrovnik – Teil 2: Die schönsten Stopps
Von Dubrovnik aus sind viele Ankerbuchten in kurzen Schlägen erreichbar. Diese Auswahl zeigt die Bandbreite des Reviers:
- Šunj (Lopud, Südseite) – einer der schönsten Sandstrände Süddalmatiens; ankern vor dem Strand oder kleiner Steg; 20 Minuten Fußweg vom Haupthafen
- Suđurađ (Šipan, Ostseite) – malerischer kleiner Hafen mit venezianischem Palast; ruhig, authentisch, wenig Charteryachten
- Tiha Luka (Šipan, Nordseite) – geschützte Bucht abseits der Haupthäfen; ideal bei Südwind, kaum bekannt
- Uvala Trsteno (Festlandküste nördlich Dubrovnik) – Bucht mit Arboretum aus dem 15. Jahrhundert an der Küste; einzigartiger Stopp mit historischem Hintergrund
- Donje Čelo (Koločep) – kleiner Hafen auf der Nordseite der Insel; letzter ruhiger Stopp vor Dubrovnik, klares Wasser zum Schwimmen
- Polače (Mljet) – Ankerbucht am Nationalpark-Eingang; Salzwasserseen und Klosterinsel in kurzer Gehweite; ca. 3 Segelstunden ab Dubrovnik
- Trpanj (Pelješac) – kleiner Hafen auf der Nordseite der Pelješac-Halbinsel; Ausgangspunkt für Weinberg-Ausflüge nach Dingač
Segelrouten ab Dubrovnik: Was das Revier zu bieten hat
Dubrovnik ist kein Endpunkt. Von hier aus öffnen sich Routen in alle Richtungen – nordwärts durch die Elaphiten und Mljet bis nach Korčula, südwärts in Richtung Montenegro und die Bucht von Kotor, oder als Einrichtungsroute von Split nach Dubrovnik in der klassischen Richtung.
Die Bucht von Kotor in Montenegro liegt nur rund 50 Seemeilen südlich. Sie gilt als eine der schönsten Fjordbuchten des Mittelmeers und ist mit einem kroatischen Charterboot problemlos erreichbar. Die Einfahrt über die Bar und Herceg Novi in die Bucht ist ein unvergessliches Erlebnis.
Wer Dubrovnik als Startpunkt wählt und die klassische Nordroute nach Split segeln möchte, hat eine der beliebtesten Einwegstrecken der Adria vor sich. Mljet, Korčula, Vis, die Pakleni-Inseln, Hvar – alles liegt auf dem Weg. GlobeSailor bietet für diese Route Boote mit Rückgabe in Split oder Trogir.
Insider-Tipps für Segler in Süddalmatien rund um Dubrovnik
Diese Tipps kommen von Seglern, die das Revier gut kennen – und stehen in keinem Reiseführer:
- Altstadt morgens: Wer vor 8 Uhr durch die Stradun läuft, erlebt eine Stille, die tagsüber undenkbar ist – und die besten Lichtbedingungen für Fotos
- Seilbahn bei Sonnenuntergang: Die Dubrovnik-Seilbahn auf den Srđ kurz vor Sonnenuntergang nehmen – das Panorama über Altstadt, Elaphiten und offener Adria ist außergewöhnlich
- Fähre nach Lokrum: Die kleine Insel direkt vor der Altstadt ist mit dem Wassertaxi in 10 Minuten erreichbar – naturbelassen, kaum touristisch überlaufen und ideal für einen ruhigen Nachmittag
- Weinladen in Suđurađ: Der kleine Laden am Hafen von Suđurađ auf Šipan verkauft lokalen Plavac Mali direkt vom Erzeuger – günstiger und besser als alles in den Touristenläden der Altstadt
- Sandstrand Šunj auf Lopud: früh morgens hingehen, bevor die Fähre aus Dubrovnik die Tagesausflügler bringt – dann gehört der Strand fast allein den Seglern
- Abends in der Altstadt: Die Restaurants innerhalb der Stadtmauern sind teuer und touristisch; besser in Lapad oder Gruž essen – gleiche Qualität, halbe Preise
- Rückenwind nach Nordwesten: Wer ab Dubrovnik Richtung Elaphiten startet, hat bei typischem Sommerwetter den Maestral im Rücken – entspanntes Segeln mit wenig Aufwand
Yachtcharter Dubrovnik – Teil 1: Die beste Jahreszeit für das Revier
Dubrovnik ist in der Hochsaison eines der meistbesuchten Reiseziele Europas. Die Altstadt platzt im Juli und August aus allen Nähten. Das gilt auch für die Marina – Liegeplätze sind eng, teuer und frühzeitig zu reservieren. Wer Flexibilität schätzt, wählt Juni oder September.
Im Juni ist das Wetter bereits stabil, die Altstadt noch halbwegs ruhig und die Elaphiten nahezu menschenleer. Im September kehrt die Stille zurück, die Temperaturen bleiben angenehm und die Winde werden kräftiger – was erfahrene Segler als deutliche Verbesserung erleben.
Oktober ist für alle, die wirklich allein sein wollen. Das Revier gehört dann den lokalen Fischern und den wenigen Seglern, die die Hochsaison bewusst meiden. Einige Marinas und Restaurants schließen, aber die ACI Marina Dubrovnik bleibt ganzjährig geöffnet – ein wichtiger Faktor für die Spätjahresplanung.
Yachtcharter Dubrovnik – Teil 2: die Segelroute nach Norden
Die klassischste aller kroatischen Segelrouten führt von Dubrovnik nach Split – oder umgekehrt. Wer in Dubrovnik startet und nach Norden segelt, hat die Inseln vor sich: Elaphiten, Mljet, Korčula, Lastovo, Vis, Hvar. Sieben bis vierzehn Tage, je nach Tempo und Tiefe der Erkundung.
GlobeSailor bietet für diese Route One-Way-Charter an – Abfahrt in Dubrovnik, Rückgabe in Split oder Trogir. Das erspart die Rückfahrt gegen den Wind und ermöglicht eine lineare Route ohne Kompromisse. Der Zeitplan lässt sich so gestalten, dass jede Insel die Zeit bekommt, die sie verdient.
Wer tiefer in den Süden will, segelt von Dubrovnik aus nach Montenegro. Die Bucht von Kotor ist ein eigenes Kapitel – ruhig, dramatisch und im direkten Kontrast zu den offenen Segelrevieren Dalmatiens. Für viele Segler ist dieser Abstecher der stärkste Einzelmoment eines langen Kroatientörns.
Wichtiger Hinweis: Informationen vor dem Törn aktuell prüfen
Dieser Blogartikel bietet eine allgemeine Orientierung für Segler rund um Dubrovnik und die Elaphitischen Inseln. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder tagesaktuelle Korrektheit. Steggebühren, Marinaverfügbarkeiten, Fährverbindungen, Öffnungszeiten und lokale Vorschriften können sich ändern. Wir empfehlen, vor dem Törnantritt aktuelle Informationen direkt bei der ACI Marina Dubrovnik, Charteranbietern und der kroatischen Tourismusbehörde einzuholen.
Segelboot und Yachtcharter Dubrovnik bei GlobeSailor
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